Berggasthaus Säntis:

Saentis2web
Home
Angebot
Kontakt
Gutscheine
So finden Sie uns
unsere Bergwelt
Photoalbum
Chronik
Links
PanoramaSaentis1blauquer

Die Geschichte des Hauses

Mit einem heute kaum mehr vorstellbaren Unternehmens- und Pioniergeist, welcher gepaart war mit einer “gehörigen” Portion Abenteuerlust, hat vor 155 Jahren Jakob Dörig “Schribes Jock” das Berggasthaus Säntis eröffnet. Das Gasthaus wird seither, mit einem kurzen Unterbruch von vier Jahren, von derselben Familie geführt.

Am 3.Mai 1846 - die Schweiz wurde soeben von einer grossen Teuerungs- und Ernährungskrise heimgesucht, welche dazu führte, dass Abertausende junger Leute die Schweiz auf der Suche nach Arbeit für immer verliessen - begann der damals 35 jährige Jakob Dörig mit dem Bau einer provisorischen Bretterbaracke auf dem Säntis. Ermuntert dazu und unterstützt wurde er von Statthalter Laurenz Meier von Herisau und Pfarrer Rehsteiner von Eichberg.

AlterSaentismitWetterstationVERKL

Schribers Jock und sein “Grand Hotel Thörig”

Im Laufe weniger Monate baute Thörig eine solide und gemauerte Schutzhütte .Auf dem Türsturz prangte die selbstironische Aufschrift “Grand Hotel Thörig”. Die Hütte bestand ursprünglich nur aus einem Raum mit einer Heulagerpritsche, welche acht bis neun Personen Platz zum Schlafen bot. Während der ersten Saison bediente Dörig gegen 600 Gäste. Die weniger frequentierten Tage und Stunden benutzte er neben den stetigen Transportaufgaben zum Ausbau seines Hotels. Ausser der Luft zum Atmen sowie unbehauenen Steinen und Geröll musste bis zum Bahnbau im Jahre 1935 alles zum Leben notwendige in stundenlangen und oft gefährlichen Fussmärschen auf den Gipfel getragen werden. Einige der bekannten, sogenannten Säntisträgern, mussten ihren strapaziösen Einsatz für das Wohl der Gäste auf dem Säntis mit dem Leben bezahlen. Bereits drei Jahre nach der Eröffnung verfügte Dörig über zwei Räume. Dem bereits bestehenden Schlafraum wurde eine Küche mit integrierter Gaststube angegliedert.

Im Frühling 1850 verkaufte Jakob Dörig die Schutzhütte auf dem Säntis und zog in seinem Gründungseifer auf den Hohen Kasten, wo er die dortige einfache Unterkunft zu einem Gasthaus ausbaute.1857 errichtete er das Berggasthaus Ruhsitz und wenige Jahre später das Gasthaus Rebstock in Brülisau wo er dann im Jahre 1884 starb.

SchriibersJockVERKL

Die beiden Hansurchli

Nachfolger auf dem Säntis wurden nacheinander seine beiden Neffen – zuerst der 26jährige Josef Anton Dörig Hansurchesepehanestönisebedon, der Urgrossvater des heutigen Säntiswirt, zwanzig Jahre später dessen Bruder Andreas Anton Dörig Hansurchlisrestoni. Sebedoni und Restoni Dörig erweiterten das Gasthaus wesentlich und fügten dem bestehenden Baukörper zwei Anbauten bei. Beide gingen, wie ihr Onkel, auch in die Geschichte anderer Berggasthäuser des Alpsteins ein: Restoni war vor der Übernahme des Säntis, Gastwirt und Senn auf der Ebenalp und Sebedoni erwarb 1862 vom Säntis aus das Berggasthaus Meglisalp, das er rund 45 Jahre bis zu seinem Tod im Jahre 1909 führte.

Ein wichtiges Datum für den Säntis war der 1. September 1882. Damals nahm die Wetterwarte ihren Betrieb auf. Bis zum Bau eines eigenen Gebäudes (1886) war diese im Gasthaus untergebracht, was bedeutete, dass der damalige Wirt Andreas Anton Dörig auch den Winter auf dem Säntis verbringen musste, da er für Unterkunft und Verpflegung der Wetterbeobachter zu sorgen hatte. Seine Kräfte wurden dadurch so sehr strapaziert, dass er bereits 1889 das Gasthaus aufgeben musste.

RestoniDoerigVERKL
ManserHanssenZeichnung

Anton Albert Rusch Säntiswirt und Landammann (Regierungsrat)

Neuer Wirt wurde der damalige Schwender Hauptmann (Gemeindepräsident) Anton Albert Rusch, welcher an der Landsgemeinde 1892 zum Landammann von Appenzell Innerrhoden gewählt wurde und somit als höchster Amtsträger im Kanton auch auf dem höchsten Punkt desselben wohnte. Bereits knapp neun Monate nach seiner Amtsübernahme verstarb er jedoch plötzlich im Alter von erst 47 Jahren.

Sebedonisbisch

Seine Witwe verkaufte das Gasthaus im Herbst 1893 wieder an den erst 23 järigen Johann Baptist Dörig Sebedonisbisch (1870-1937), den Sohn des früheren Säntis- und damaligen Meglisalpwirt Josef Anton Sebedoni Dörig.

Sebedonisbisch hat Geschick und Aussehen des Berggasthauses Säntis in der erste Hälfte unseres Jahrhunderts ganz wesentlich mitgeprägt. Während rund 40 Jahren thronte er, mit seiner Frau und den 12 Kindern, sozusagen auf dem Säntis. Im Laufe dieser langen Zeit erfolgten verschiedene Vergrösserungen und Umbauten. In dieser Zeit (21 Februar 1922) ereignete sich der tragische Doppelmord am Wetterwartehepaar Heinrich und Helen Haas.

1935, im Jahr der Eröffnung der Säntisschwe-bebahn, übergab Dörig den Gastbetrieb an fünf seiner Kinder die das Gasthaus in einer Kollekt-ivgesellschaft weiterführten.
  

Familiengemeinschaft Dörig - Eröffnung der Säntisbahn (Luftseilbahn)

Mit der Geschäftsübergabe erfolgte ein gross-zügiger Um- und Ausbau des Gasthauses, durch den das imposante Gebäude einerseits sein heutiges Aussehen bekam und andererseits den durch den Bahnbau bedingten sprunghaften Anstieg der Gästeschaar zu bewältigen vermochte.

altersaentisVERKLRET

“Mällis Hans”

Der heutige Säntiswirt Hans Manser “Mällis Hans” ist der Sohn von Maria Benedikta Manser Dörig Bischedikte des zweitjüngsten der zwölf Säntisgofen. 1972 hat er zusammen mit seiner Frau Maria Inauen den Säntis übernommen, nachdem er sich zuvor 14 Jahre bei seinen Onkeln und Tanten in den Betrieb eingearbeitet hatte.

Nach einem grossen Um- und Neubau des Berggasthauses in den Jahren 1987/1988, erhielt das Gasthaus sein heutiges Aussehen. Im Zuge dieses Umbaus wurde auch der Gasthaus-Saal erneuert und von traditionsbewussten einheimischen Schreinern in ein stimmungsvolles Bjou verwandelt. Beachten Sie speziell die Decke im Saal

Nach 47 Sommer auf dem Säntis hat Hans die Verantwortung am 1. Jänner 2004 an seinen Sohn Ruedi und seine Frau Claudia Manser-Abderhalden übergeben

Reservoir2007

Ein weiterer Meilenstein für die Zukunft

Wasser, ein rares Gut auf dem Säntis. Was sonst im alltäglichen Leben selbstverständlich ist, sieht auf 2500m über Meer sofort schwierig aus. Kein Grundwasser, keine Quellen sondern nur Regenwasser welches aufgefangen werden muss ist verfügbar. Im Sommer 2007 wurde ein neues Reservoir nordwestlich des Berggasthauses erstellt. Meisterhaft wurden X m3 massiver Fels gesprengt und abgetragen. Nun stehen dem Gasthaus zusätzlich 180m3 Wasser zu verfügung, welches in einer Trockenperiode die Existenz und Bewirtung des Gastes sichert.